Hildesheim – DAV Kletteranlage

April 28th, 2008

Lange Woche, so komme ich jetzt dazu, darüber schreibend zu berichten.

Zwei Tage in der Kletteranlage des DAV am Sonntag und Donnerstag, welche wir wiederum zur Vorbereitung des Kurses auschließlich im Vorstieg absolvierten.

Rikita schlug sich sehr gut am Sonntag und schaffte einige Routen bravourös. Von mir gab es nichts besonderes zu berichten, außer das ich eine 7 im Vorstieg kletterte, die mir zuvor nicht gelungen war.

Am Sonntag zeigte mir Rikita einige technische Geschichten, die wir für den Kurs wissen sollten, so das sichern von oben mit HMS. Sie selbst hatte dann eine kurze Angstepisode im Vorstieg, bei der sie erstarrte, weder vor noch zurück konnte und schließlich über der Exe abspringen mußte.

Sicherlich der schlechteste Zeitpunkt dafür, zumal dies wieder erheblich am Selbstbewußtsein kratzte. Auf der anderen Seite war die Erfahrung abzuspringen, ohne dass etwas passierte, auch ganz hilfreich.

Endlich kamen auch meine „guten“ Schuhe vom Besohlen zurück, und wir nutzten die Gelegenheit beim abholen dazu, noch ein paar Klemmkeile und Schlingen für das Wochenende einzukaufen.

Berlin – Kirchbachspitze

April 13th, 2008

Da das Wetter heute gut war, gingen wir an die Kirchbachspitze klettern. Wir kletterten nur an wenigen zudem recht leichten Routen herum. Bei mir lief es einigermaßen gut, Rikita hatte allerdings etwas mehr zu kämpfen, zunächst mit ihrer Angst und dann zunehmend mit der sich einstellenden Frustration. Wie dem auch sei, ich glaube es gelang uns die Ursachen für einige ihrer Probleme zu isolieren, und ein bewußterer Umgang damit wird hoffentlich bei zukünftigen Unternehmungen diese Schwachpunkte ausmerzenn, und, was noch viel wichtiger ist, ebenso das notwendige Selbstvertrauen in die eigenen Fähig- und Fertigkeiten wiederherstellen.

Berlin – T-Hall

April 13th, 2008

Da es gestern regnen sollte, trafen wir uns mit Sigrid und ihrem Sohn in der T-Hall. Wir folgten der Empfehlung unseres Kursleiters des Vorstiegkurses, der in zwei Wochen  stattfindet, und kletterten nur im Vorstieg. Schon nach der ersten Route wurden wir dann von zunächst zwei jungen Männern und dann zwei Frauen um eine Einführung in das Vorsteigen gebeten.

Ansonsten probierte nichts außergewöhnliches, lediglich eine 7+, die dann mit Dach in eine 8 überging – allerdings nahm ich den Dachteil nicht mit, da ich noch nie Dächer geklettert bin.  Ich versuchte später eine leichtere Dachroute, kam aber dort nicht ganz bis zum Ende. Ich werde diese auf jeden Fall bei einem unseren nächsten Besuche dort noch einmal probieren.

Rikita schlug sich ganz gut, fühlte sich aber immer noch recht unsicher an den etwas anspruchsvolleren Routen. Hoffentlich stellt sich der gewünschte Effekt der Gewöhnung demnächst ein.

Da es jetzt vergleichsweise sonnig ist, werden wir wohl später zur Kirchbachspitze gehen.

Hildesheim – DAV Kletteranlage

April 7th, 2008

Immer noch ungemütliches Wetter, so dass wir auch weiterhin gezwungen sind, in der Halle zu klettern – also gingen wir gestern nachmittag in die Kletteranlage des DAV. Ich arbeitete hauptsächlich an meiner 8er Route, aber irgendwie gelang es mir nach anfänglichem Gelingen nicht, über einen bestimmten Zug hinauszukommen.  Wie dem auch sei, kurz vor dem Einschlafen fiel mir dann doch noch eine bessere Lösung für diese Stelle ein. Allerdings wird es vermutlich 2 Wochen oder mehr dauern, bis ich die Validität dieser Vermutung überprüfen kann.

Rikita schlug sich ok, hat aber immer noch Probleme im Vorstieg ihrer Ängste zu meistern.

Ich habe am Samstag endlich meine Schuhe zum neu besohlen gebracht, und wir haben uns für den Vorstieg-Kurs Helme bestellt.

Berlin – Kirchbachspitze

März 30th, 2008

Heute war das Wetter dann endlich gut genug, um auch in Berlin die Outdoor Saison zu eröffnen. Nach ein paar extrem anstrengenden Wochen und ein bißchen vielleicht auch nach der Session gestern war ich heute allerdings überraschend hart am kämpfen, selbst mit einfachsten Routen. Ich glaub nicht, dass ich dies alles den Schuhen in die selbigen schieben kann, auch wenn sie sicherlich ihren Teil auch dazu beitrugen, aber ich war wohl einfach psychisch und physisch erschöpft und kriegte auch nicht die Sicherheit und Selbstzufriedenheit zustande, die mich sonst trägt.

Rikita hat sich wohl gleich auf der ersten Route den linken Oberarmmuskel angezerrt, so dass sie auch nicht viel tun konnte.

Wie dem auch sei, nicht jede Session kann eine Offenbarung sein, und als Bereicherung des Erfahrungsschatzes und der Wiedergewinnung des Gefühls für diese spezifische Kletteranlage hat so auch der heutige Tag seinen Zweck gehabt.

Berlin – T-Hall

März 29th, 2008

Da die Wettervorhersage eine hohe Regenwahrscheinlichkeit für den Nachmittag versprach, gingen wir zur T-Hall klettern. Ich fühlte mich die meiste Zeit recht schlapp und kämpfte zudem mit meinen billigen und unpräzisen Ersatzpaar Kletterschuhen, da die anderen erst einmal zum Besohlen müßen. Demgemäß versuchte ich mich vornehmlich an leichteren Routen im Vorstieg und am Ende schaffte ich zumindest eine 7+ im Vorstieg, die ich zuvor schon mal versucht hatte, aber an der Crux im Vorstieg nicht vorbei kam.

Rikita machte sich vor allem am Anfang recht gut und schaffte auch zwei Touren im Vorstieg. Da es morgen sonnig sein soll, werden wir wohl zur Kirchbachspitze wandern und eventuell dort auch Carl treffen.

Hannover – Escaladrome

März 22nd, 2008

Ostern – wir hatten natürlich auf gutes Wetter zum draußen klettern gehofft – statt dessen kam der Winter zurück. Da wir nach dem Klettern noch Freunde in Hannover besuchen wollten, und das Escaladrome 10 km näher liegt als das Campo, gingen wir also bouldern.  Trotzdem wir seit dem letzten Sommer nicht mehr bouldern waren, lief es erstaunlich gut. Insbesondere Rikita machte sich erstaunlich gut, zumal sie bislang immer mit Ängsten zu kämpfen hatte, da ihr das Abspringen nicht wirklich liegt. Ich war mit mir selbst auch nicht unzufrieden, und konnte vor allen Dingen feststellen, wie sehr ich mich technisch im Vergleich zu meinen letzten Besuchen dort entwickelt habe.

Wir haben beschloßen, dort bei schlechtem Wetter öfter mal wieder aufzulaufen, zumal gerade unser Bewegungsrepertoire und die Fähigkeiten Routen zu lesen dadurch mit großer Wahrscheinlichkeit besser wird.

Berlin – T-Hall

März 17th, 2008

Nach einer größeren Familienfeier gestern (Rikitas Oma feierte ihren 80. Geburtstag) und regnerischem Wetter heute, blieb uns nichts anderes übrig, als uns in der T-Hall einzufinden. Rikita machte sich sehr gut an allen Routen die sie probierte, und ist nach meiner Einschätzung nun wirklich soweit, sich mit 6er Routen herumzuschlagen.

Es gelang mir, an der 8+ an der ich arbeite, alle Züge durchzuklettern, dies sogar zweimal, aber ich muß die Route noch einige Male klettern, um sie wirklich sauber und am Stück durchzusteigen. Trotzdem habe ich damit ein Ziel, dass ich mir am Anfang der Kletterkarriere mehr oder minder im Spaß gesetzt hatte, nämlich vor Ablauf des ersten Jahres eine 8+ zu klettern, erreicht. Ich bin mit meinen Fortschritten eigentlich sehr zufrieden, und meine für die Saison draußen gut gerüstet zu sein.

Hildesheim – DAV Kletteranlage

März 9th, 2008

Da Rikita heute leider wieder zurück nach Berlin mußte, hatten wir nur für zwei Stunden in der DAV Kletteranlage Zeit. Ich arbeitete hauptsächlich an meiner 8, und als Abrundung eines eh schon recht befriedigenden Wochenendes, schaffte ich dann auch diesmal alle Züge – obwohl es noch ein paar Versuche brauchen wird, bis ich sie wirklich flüssig klettere und noch mehr, um sie am Ende im Vorstieg zu meistern.

Rikita machte sich sehr gut an ihren beiden Überhangrouten, und versuchte dort am selben Seil auch noch eine weitere, an der sie nun bei unseren nächsten Besuchen arbeiten kann. Allerdings hatte sie verblüffenderweise Schwierigkeiten an einer vertikalen Route, die sie in vorherigen Sessions eher locker bewältigt hatte – aber auch ihr gelang am Ende als Abrundung eines erfolgreichen Wochenendes der Zug, der sie eine Weile beschäftigt hatte.

Merkwürdigerweise gab mir das Topropen der 8 nicht den Kick, den er mir noch vor einigen Wochen gegeben hätte. Irgendwie findet bei mir gerade eine Neuaufstellung meiner Wertvorstellungen statt, die dahin geht, dass alles drinnen eben nur eine Art Training ist, was wirklich zählt aber draussen an richtigem Felsen stattfindet. Ich freue mich daher auch schon auf unsere(n) nächsten Besuch(e) in den Bodis, und ebenso auf unseren Selbstsicherungs Vorstieg Kurs im Harz Ende April.

Bodensteiner Klippen – beim zweiten Male passte es

März 9th, 2008

Die Wettervorhersage versprach ausreichend gutes Wetter für einen zweiten Versuch, um zu dem Hauptturm & Co der Bodis durchzukommen. Umso unangenehmer überrascht waren wir dann, als wir beim Losfahren am Morgen die Straßen nass und mit Pfützen verziert vorfanden, zumal dies in Frage stellte, ob dann die Felsen ausreichend trocken zum Klettern wären.

Wir hatten unseren Informationsfundus seit unserem letzten Besuch in den Klippen deutlich aufgestockt, und diesmal kamen wir mehr oder minder direkt (dank Rikitas diesmal exzellent funktionierendem Orientierungssinn) am Ziel unserer Wünsche an.

 Ich an der West-Wand

Die Routen, die wir dort vorfanden sahen alle vergleichsweise gut abgesichert aus, die schwereren natürlich deutlich besser, als die leichteren. Trotzdem wollten wir uns bei unserer ersten Aktion dort nicht gleich übernehmen und suchten uns daher zunächst eine 4+ names West-Wand aus. Die Route entpuppte sich als angenehm leicht, allerdings brachte mich die Höhe des ersten Bohrhakens auf ca. 6 Metern und keine echte Chance davor eine Zwischensicherung zu legen zu sehr langsamen und sorgfältigen Klettern, was auch ganz schön anstrengend war (ist doch schon ein Unterschied zur Halle, wo man genau weiß, wo man als nächstes hingreifen muß). Davon mal abgesehen war ich dann doch recht zufrieden, als ich dann wirklich meine erste „echte“ Route erfolgreich beendet hatte. Rikita schaffte sie in Toprope dann auch ohne weiteres, und weil’s so schön war, sind wir dann gleich beide noch einmal rauf.

Stefan beim Runterkommen

In der Zwischenzeit traf dann ein zweites ausgesprochen nettes und in der Gegend schon seit etlichen Jahren etabliertes Kletterpaar ein, die uns einige gute Tips (z.B. zur Einrichtung eines Umlenkers, falls an der Route nicht vorhanden) gaben. Stefan sicherte mich dann auch später an einer 7- (Emmanuel Strubich Gedächtnisweg), die ich anders als in Toprope mit Sicherheit nicht bewältigt hätte, da ich an der Crux mehrere Versuche brauchte, um raufzukommen.

 Ich am Emmanuel Strubich Gedächtnisweg

In der Zwischenzeit sicherte Rikita Christina an der einzig anderen Route die wir noch kletterten, eine 5- (Nord-Riß), die sich auch im Vorstieg recht nett klettern ließ, auch wenn die Mitnahme zweier Bohrhaken der danebenliegenden Route die Seilführung etwas verquerte.

Alles in allem ein deutlich schöneres Erlebnis, als unser erster Versuch – selbst die Radelei gestaltete sich schon deutlich einfacher. Und wir freuen uns beide auf’s nächste Mal…

Leider fehlte mir Rikitas Geschicklichkeit, um neben Sichern auch noch gleichzeitig zu photographieren, so dass es nur einige Bilder von mir und eines von Stefan gibt – aber auch für die zu erstellende Topo-Seite haben wir etwas Material gesammelt.