Archive for the ‘Indoor Klettern’ Category

Berlin – T-Hall

Samstag, Februar 16th, 2008

Da die Temperaturen heute so um den Gefrierpunkt lagen, entschloßen wir uns drinnen zu klettern. Ursprünglich wollten wir Möbel abholen, was am Ende nicht geschah, so daß wir trotzdem eher spät erst gegen drei zur T-Hall kamen. Dort fand dann gerade ein Kinder- und Jugendwettkampf statt, welcher die meisten Vorstiegrouten blockierte, zudem war wegen einer weiteren Veranstaltung der Laden nur noch drei Stunden auf. Die Toprope-Routen waren entsprechend umlagert und ich war ziemlich frustriert, dass ich an keiner der Routen arbeiten konnte, die ich mir ursprünglich vorgenommen hatte. Nachdem wir uns so eine Weile mit leichten Routen warmgeklettert hatten, wurde dann doch eine 8+ Route, auf die ich mein Auge geworfen hatte frei. Die ersten Züge waren alles andere als einfach, und besonders weit kam ich nicht, aber trotzdem hatte ich durchaus das Gefühl, dass sie mit entsprechender Arbeit daran durchaus im Bereich meiner Möglichkeiten liegt. Was mich dann allerdings ziemlich ärgerte, war, dass mich ein jungscher Typ herunterrief, gerade, als ich eine besonders schwierige Stelle, an der ich etliche Versuche benötigt hatte, um sie hinzubekommen, überwunden hatte – und dies um mir mitzuteilen, dass ihm nicht gefiel, wie ich mein Seil am Gurt festgemacht hatte.

Dies war nicht das erste Mal, dass jemand, der in einer bestimmten Art und Weise sichern oder Knoten zu binden gelernt hatte meinte, jeder andere müsse dies nun zwangläufig auch so tun. Ich habe bestimmt nichts gegen gute Ratschläge, aber in dieser Situation, wo es nicht um irgendwelche gefährliche oder sicherheitstechnisch relevante Geschichten ging, war das völlig daneben. Ich hatte das Seil genau so eingebunden, wie ich es von Carl in meiner allerersten Session beigebracht bekommen hatte, und bislang hatte sich noch niemand berufen gefühlt daran rumzumäkeln, noch hatte ich irgendein Problem damit feststellen können – Rikita meinte, der Typ hätte mich eine Weile beobachtet, und in Ermangelung tatsächlicher Tips für die Route nur irgendetwas sagen wollen, um sich wichtig zu machen. In diesem Fall war es völlig daneben, weil es meine Konzentration brach.

Rikita schlug sich tapfer und schaffte nach einigen frustierenden Anfangserlebnissen ein paar Routen sehr gut, litt aber unter meiner zum Teil nicht besten Laune.