Archive for April, 2008

Harz – Okertal

Montag, April 28th, 2008

Endlich war das Wochenende des langersehnten traditionellen Kletterkurses da. Wir fuhren mit den Fahrrädern zum Campingplatz im Polstertal, unweit der Kletterfelsen im Okertal. Die Fahrt war nett, bis auf ein paar Schauern mit Regen und Hagel spielte auch das Wetter mit.

Das Gros der Kursteilnehmer kam relativ spät am Abend an, bis auf einen, mit dem wir uns dann klönenderweise die Wartezeit verkürzten. Nachdem die anderen dann eingetroffen und ihre Zelte aufgebaut hatten, gab es dann noch ein kurzes Treffen mit Vorstellung und Vorausblick auf das Kommende der folgenden beiden Tage, bevor wir schlafen gingen.

Die Temperatur fiel in der Nacht dann rapide und Rikita mußte zu ihrem Leidwesen erfahren, dass ihr Schlafsack für diese Temperaturen doch recht ungeeignet ist – eine Erfahrung, die ich nach Tausch in der zweiten Nacht nur bestätigen konnte. Wie dem auch sei, zum Ausgleich hatten wir dann an beiden Tagen exzellente Wetterbedingungen zum Klettern tagsüber.

Zum Auftakt bekamen wir am Samstag eine Einführung in die verschiedenen Sicherungsmaterialen, Klemmkeile, Friends, Hexentrics,Tri Cams und so weiter.

 Materialschlacht

Anfänglich war es ziemlich frustrierend irgendetwas in den Fels zu quälen, um dann doch festzustellen, dass es nicht hielt. Am Nachmittag aber versuchten wir uns an technischem Klettern an Sicherungen, die wir selbst gelegt hatten und bis auf einen Keil hielt tatsächlich dann auch alles unser Körpergewicht. Zum Abend hin kletterten wir dann noch ein wenig an leichten Routen in Toprope herum.

Rikita und ich beim technischen Klettern

Am Sonntag fuhren wir morgens zur Marienwand im Okertal, wo der Kursleiter Daniel dann einige Seile hochbrachte, während wir weitere Übungen absolvierten. Später sollten wir dann diese Routen in der Sicherheit der Toprope nachklettern und zusätzlich eigene Sicherungen legen. Zum Schluß kletterten wir dann jeder auch eine leichte Route im Vorstieg, wobei wir allerdings vornehmlich die schon von Daniel platzierten Sicherungen benutzten.

Rikita an der Marienwand

Nichtsdestotrotz war es ein sehr interessantes und schönes Wochenende, und ich meine, wir haben eine Menge gelernt. Nun ist es nur noch eine Angelegenheit, das Gelernte umzusetzen und zu üben, zunächst am besten an Sportrouten, die zusätzliche Zwischensicherungen erfordern und leichte Trad Routen, wo es nicht so wild ist, wenn eine gelegte Sicherung dann doch noch nicht perfekt ist, bis wir dann wirklich das Gefühl haben, das wir dem, was wir da legen, völlig vertrauen können. Wir hatten beide einen Heidenspaß in richtigen Felsen zu klettern, und obwohl die meisten Routen doch sehr leicht waren, war es schon eine klasse Erfahrung mal etwas zu klettern, was dann fast 30 Meter hoch war. Witzigerweise hatten wir vor fast einem Jahr noch sehnsuchtsvoll bei der Vorbeifahrt auf dem Wege zum ersten Boulderausflug in den Harz auf Kletterer in eben dieser Marienwand gestarrt und uns gewünscht, früher oder später auch einmal dort zu klettern.

Wir haben uns allgemein mit den anderen Kursteilnehmern verabredet, uns über zukünftige Kletterausflüge zu informieren, so dass sich andere bei Lust und Zeit anschließen können, zumal eine Sache überdeutlich wurde – was wir momentan an Material besitzen recht mit Sicherheit nicht für längere Routen, und wenn wir uns unser augenblicklich eher schmales Budget ansehen, wird sich das in absehbarer Zukunft auch nicht ändern.

Alles in allem eine klasse Erfahrung und richtig nette Leute, die uns eine Menge gebracht hat. Theoretisch könnte ich nun auch eine erste Route in meine noch jungfräuliche Trad-Tabelle aufnehmen, aber da ich nicht die Sicherungen selbst gelegt habe, sehe ich davon ab. Ich zweifle aber nicht daran, dass dort sehr bald erste Einträge zu finden sein werden.

Hildesheim – DAV Kletteranlage

Montag, April 28th, 2008

Lange Woche, so komme ich jetzt dazu, darüber schreibend zu berichten.

Zwei Tage in der Kletteranlage des DAV am Sonntag und Donnerstag, welche wir wiederum zur Vorbereitung des Kurses auschließlich im Vorstieg absolvierten.

Rikita schlug sich sehr gut am Sonntag und schaffte einige Routen bravourös. Von mir gab es nichts besonderes zu berichten, außer das ich eine 7 im Vorstieg kletterte, die mir zuvor nicht gelungen war.

Am Sonntag zeigte mir Rikita einige technische Geschichten, die wir für den Kurs wissen sollten, so das sichern von oben mit HMS. Sie selbst hatte dann eine kurze Angstepisode im Vorstieg, bei der sie erstarrte, weder vor noch zurück konnte und schließlich über der Exe abspringen mußte.

Sicherlich der schlechteste Zeitpunkt dafür, zumal dies wieder erheblich am Selbstbewußtsein kratzte. Auf der anderen Seite war die Erfahrung abzuspringen, ohne dass etwas passierte, auch ganz hilfreich.

Endlich kamen auch meine „guten“ Schuhe vom Besohlen zurück, und wir nutzten die Gelegenheit beim abholen dazu, noch ein paar Klemmkeile und Schlingen für das Wochenende einzukaufen.

Berlin – Kirchbachspitze

Sonntag, April 13th, 2008

Da das Wetter heute gut war, gingen wir an die Kirchbachspitze klettern. Wir kletterten nur an wenigen zudem recht leichten Routen herum. Bei mir lief es einigermaßen gut, Rikita hatte allerdings etwas mehr zu kämpfen, zunächst mit ihrer Angst und dann zunehmend mit der sich einstellenden Frustration. Wie dem auch sei, ich glaube es gelang uns die Ursachen für einige ihrer Probleme zu isolieren, und ein bewußterer Umgang damit wird hoffentlich bei zukünftigen Unternehmungen diese Schwachpunkte ausmerzenn, und, was noch viel wichtiger ist, ebenso das notwendige Selbstvertrauen in die eigenen Fähig- und Fertigkeiten wiederherstellen.

Berlin – T-Hall

Sonntag, April 13th, 2008

Da es gestern regnen sollte, trafen wir uns mit Sigrid und ihrem Sohn in der T-Hall. Wir folgten der Empfehlung unseres Kursleiters des Vorstiegkurses, der in zwei Wochen  stattfindet, und kletterten nur im Vorstieg. Schon nach der ersten Route wurden wir dann von zunächst zwei jungen Männern und dann zwei Frauen um eine Einführung in das Vorsteigen gebeten.

Ansonsten probierte nichts außergewöhnliches, lediglich eine 7+, die dann mit Dach in eine 8 überging – allerdings nahm ich den Dachteil nicht mit, da ich noch nie Dächer geklettert bin.  Ich versuchte später eine leichtere Dachroute, kam aber dort nicht ganz bis zum Ende. Ich werde diese auf jeden Fall bei einem unseren nächsten Besuche dort noch einmal probieren.

Rikita schlug sich ganz gut, fühlte sich aber immer noch recht unsicher an den etwas anspruchsvolleren Routen. Hoffentlich stellt sich der gewünschte Effekt der Gewöhnung demnächst ein.

Da es jetzt vergleichsweise sonnig ist, werden wir wohl später zur Kirchbachspitze gehen.

Hildesheim – DAV Kletteranlage

Montag, April 7th, 2008

Immer noch ungemütliches Wetter, so dass wir auch weiterhin gezwungen sind, in der Halle zu klettern – also gingen wir gestern nachmittag in die Kletteranlage des DAV. Ich arbeitete hauptsächlich an meiner 8er Route, aber irgendwie gelang es mir nach anfänglichem Gelingen nicht, über einen bestimmten Zug hinauszukommen.  Wie dem auch sei, kurz vor dem Einschlafen fiel mir dann doch noch eine bessere Lösung für diese Stelle ein. Allerdings wird es vermutlich 2 Wochen oder mehr dauern, bis ich die Validität dieser Vermutung überprüfen kann.

Rikita schlug sich ok, hat aber immer noch Probleme im Vorstieg ihrer Ängste zu meistern.

Ich habe am Samstag endlich meine Schuhe zum neu besohlen gebracht, und wir haben uns für den Vorstieg-Kurs Helme bestellt.