Bodensteiner Klippen – beim zweiten Male passte es

Die Wettervorhersage versprach ausreichend gutes Wetter für einen zweiten Versuch, um zu dem Hauptturm & Co der Bodis durchzukommen. Umso unangenehmer überrascht waren wir dann, als wir beim Losfahren am Morgen die Straßen nass und mit Pfützen verziert vorfanden, zumal dies in Frage stellte, ob dann die Felsen ausreichend trocken zum Klettern wären.

Wir hatten unseren Informationsfundus seit unserem letzten Besuch in den Klippen deutlich aufgestockt, und diesmal kamen wir mehr oder minder direkt (dank Rikitas diesmal exzellent funktionierendem Orientierungssinn) am Ziel unserer Wünsche an.

 Ich an der West-Wand

Die Routen, die wir dort vorfanden sahen alle vergleichsweise gut abgesichert aus, die schwereren natürlich deutlich besser, als die leichteren. Trotzdem wollten wir uns bei unserer ersten Aktion dort nicht gleich übernehmen und suchten uns daher zunächst eine 4+ names West-Wand aus. Die Route entpuppte sich als angenehm leicht, allerdings brachte mich die Höhe des ersten Bohrhakens auf ca. 6 Metern und keine echte Chance davor eine Zwischensicherung zu legen zu sehr langsamen und sorgfältigen Klettern, was auch ganz schön anstrengend war (ist doch schon ein Unterschied zur Halle, wo man genau weiß, wo man als nächstes hingreifen muß). Davon mal abgesehen war ich dann doch recht zufrieden, als ich dann wirklich meine erste „echte“ Route erfolgreich beendet hatte. Rikita schaffte sie in Toprope dann auch ohne weiteres, und weil’s so schön war, sind wir dann gleich beide noch einmal rauf.

Stefan beim Runterkommen

In der Zwischenzeit traf dann ein zweites ausgesprochen nettes und in der Gegend schon seit etlichen Jahren etabliertes Kletterpaar ein, die uns einige gute Tips (z.B. zur Einrichtung eines Umlenkers, falls an der Route nicht vorhanden) gaben. Stefan sicherte mich dann auch später an einer 7- (Emmanuel Strubich Gedächtnisweg), die ich anders als in Toprope mit Sicherheit nicht bewältigt hätte, da ich an der Crux mehrere Versuche brauchte, um raufzukommen.

 Ich am Emmanuel Strubich Gedächtnisweg

In der Zwischenzeit sicherte Rikita Christina an der einzig anderen Route die wir noch kletterten, eine 5- (Nord-Riß), die sich auch im Vorstieg recht nett klettern ließ, auch wenn die Mitnahme zweier Bohrhaken der danebenliegenden Route die Seilführung etwas verquerte.

Alles in allem ein deutlich schöneres Erlebnis, als unser erster Versuch – selbst die Radelei gestaltete sich schon deutlich einfacher. Und wir freuen uns beide auf’s nächste Mal…

Leider fehlte mir Rikitas Geschicklichkeit, um neben Sichern auch noch gleichzeitig zu photographieren, so dass es nur einige Bilder von mir und eines von Stefan gibt – aber auch für die zu erstellende Topo-Seite haben wir etwas Material gesammelt.

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