Archive for März, 2008

Berlin – Kirchbachspitze

Sonntag, März 30th, 2008

Heute war das Wetter dann endlich gut genug, um auch in Berlin die Outdoor Saison zu eröffnen. Nach ein paar extrem anstrengenden Wochen und ein bißchen vielleicht auch nach der Session gestern war ich heute allerdings überraschend hart am kämpfen, selbst mit einfachsten Routen. Ich glaub nicht, dass ich dies alles den Schuhen in die selbigen schieben kann, auch wenn sie sicherlich ihren Teil auch dazu beitrugen, aber ich war wohl einfach psychisch und physisch erschöpft und kriegte auch nicht die Sicherheit und Selbstzufriedenheit zustande, die mich sonst trägt.

Rikita hat sich wohl gleich auf der ersten Route den linken Oberarmmuskel angezerrt, so dass sie auch nicht viel tun konnte.

Wie dem auch sei, nicht jede Session kann eine Offenbarung sein, und als Bereicherung des Erfahrungsschatzes und der Wiedergewinnung des Gefühls für diese spezifische Kletteranlage hat so auch der heutige Tag seinen Zweck gehabt.

Berlin – T-Hall

Samstag, März 29th, 2008

Da die Wettervorhersage eine hohe Regenwahrscheinlichkeit für den Nachmittag versprach, gingen wir zur T-Hall klettern. Ich fühlte mich die meiste Zeit recht schlapp und kämpfte zudem mit meinen billigen und unpräzisen Ersatzpaar Kletterschuhen, da die anderen erst einmal zum Besohlen müßen. Demgemäß versuchte ich mich vornehmlich an leichteren Routen im Vorstieg und am Ende schaffte ich zumindest eine 7+ im Vorstieg, die ich zuvor schon mal versucht hatte, aber an der Crux im Vorstieg nicht vorbei kam.

Rikita machte sich vor allem am Anfang recht gut und schaffte auch zwei Touren im Vorstieg. Da es morgen sonnig sein soll, werden wir wohl zur Kirchbachspitze wandern und eventuell dort auch Carl treffen.

Hannover – Escaladrome

Samstag, März 22nd, 2008

Ostern – wir hatten natürlich auf gutes Wetter zum draußen klettern gehofft – statt dessen kam der Winter zurück. Da wir nach dem Klettern noch Freunde in Hannover besuchen wollten, und das Escaladrome 10 km näher liegt als das Campo, gingen wir also bouldern.  Trotzdem wir seit dem letzten Sommer nicht mehr bouldern waren, lief es erstaunlich gut. Insbesondere Rikita machte sich erstaunlich gut, zumal sie bislang immer mit Ängsten zu kämpfen hatte, da ihr das Abspringen nicht wirklich liegt. Ich war mit mir selbst auch nicht unzufrieden, und konnte vor allen Dingen feststellen, wie sehr ich mich technisch im Vergleich zu meinen letzten Besuchen dort entwickelt habe.

Wir haben beschloßen, dort bei schlechtem Wetter öfter mal wieder aufzulaufen, zumal gerade unser Bewegungsrepertoire und die Fähigkeiten Routen zu lesen dadurch mit großer Wahrscheinlichkeit besser wird.

Berlin – T-Hall

Montag, März 17th, 2008

Nach einer größeren Familienfeier gestern (Rikitas Oma feierte ihren 80. Geburtstag) und regnerischem Wetter heute, blieb uns nichts anderes übrig, als uns in der T-Hall einzufinden. Rikita machte sich sehr gut an allen Routen die sie probierte, und ist nach meiner Einschätzung nun wirklich soweit, sich mit 6er Routen herumzuschlagen.

Es gelang mir, an der 8+ an der ich arbeite, alle Züge durchzuklettern, dies sogar zweimal, aber ich muß die Route noch einige Male klettern, um sie wirklich sauber und am Stück durchzusteigen. Trotzdem habe ich damit ein Ziel, dass ich mir am Anfang der Kletterkarriere mehr oder minder im Spaß gesetzt hatte, nämlich vor Ablauf des ersten Jahres eine 8+ zu klettern, erreicht. Ich bin mit meinen Fortschritten eigentlich sehr zufrieden, und meine für die Saison draußen gut gerüstet zu sein.

Hildesheim – DAV Kletteranlage

Sonntag, März 9th, 2008

Da Rikita heute leider wieder zurück nach Berlin mußte, hatten wir nur für zwei Stunden in der DAV Kletteranlage Zeit. Ich arbeitete hauptsächlich an meiner 8, und als Abrundung eines eh schon recht befriedigenden Wochenendes, schaffte ich dann auch diesmal alle Züge – obwohl es noch ein paar Versuche brauchen wird, bis ich sie wirklich flüssig klettere und noch mehr, um sie am Ende im Vorstieg zu meistern.

Rikita machte sich sehr gut an ihren beiden Überhangrouten, und versuchte dort am selben Seil auch noch eine weitere, an der sie nun bei unseren nächsten Besuchen arbeiten kann. Allerdings hatte sie verblüffenderweise Schwierigkeiten an einer vertikalen Route, die sie in vorherigen Sessions eher locker bewältigt hatte – aber auch ihr gelang am Ende als Abrundung eines erfolgreichen Wochenendes der Zug, der sie eine Weile beschäftigt hatte.

Merkwürdigerweise gab mir das Topropen der 8 nicht den Kick, den er mir noch vor einigen Wochen gegeben hätte. Irgendwie findet bei mir gerade eine Neuaufstellung meiner Wertvorstellungen statt, die dahin geht, dass alles drinnen eben nur eine Art Training ist, was wirklich zählt aber draussen an richtigem Felsen stattfindet. Ich freue mich daher auch schon auf unsere(n) nächsten Besuch(e) in den Bodis, und ebenso auf unseren Selbstsicherungs Vorstieg Kurs im Harz Ende April.

Bodensteiner Klippen – beim zweiten Male passte es

Sonntag, März 9th, 2008

Die Wettervorhersage versprach ausreichend gutes Wetter für einen zweiten Versuch, um zu dem Hauptturm & Co der Bodis durchzukommen. Umso unangenehmer überrascht waren wir dann, als wir beim Losfahren am Morgen die Straßen nass und mit Pfützen verziert vorfanden, zumal dies in Frage stellte, ob dann die Felsen ausreichend trocken zum Klettern wären.

Wir hatten unseren Informationsfundus seit unserem letzten Besuch in den Klippen deutlich aufgestockt, und diesmal kamen wir mehr oder minder direkt (dank Rikitas diesmal exzellent funktionierendem Orientierungssinn) am Ziel unserer Wünsche an.

 Ich an der West-Wand

Die Routen, die wir dort vorfanden sahen alle vergleichsweise gut abgesichert aus, die schwereren natürlich deutlich besser, als die leichteren. Trotzdem wollten wir uns bei unserer ersten Aktion dort nicht gleich übernehmen und suchten uns daher zunächst eine 4+ names West-Wand aus. Die Route entpuppte sich als angenehm leicht, allerdings brachte mich die Höhe des ersten Bohrhakens auf ca. 6 Metern und keine echte Chance davor eine Zwischensicherung zu legen zu sehr langsamen und sorgfältigen Klettern, was auch ganz schön anstrengend war (ist doch schon ein Unterschied zur Halle, wo man genau weiß, wo man als nächstes hingreifen muß). Davon mal abgesehen war ich dann doch recht zufrieden, als ich dann wirklich meine erste „echte“ Route erfolgreich beendet hatte. Rikita schaffte sie in Toprope dann auch ohne weiteres, und weil’s so schön war, sind wir dann gleich beide noch einmal rauf.

Stefan beim Runterkommen

In der Zwischenzeit traf dann ein zweites ausgesprochen nettes und in der Gegend schon seit etlichen Jahren etabliertes Kletterpaar ein, die uns einige gute Tips (z.B. zur Einrichtung eines Umlenkers, falls an der Route nicht vorhanden) gaben. Stefan sicherte mich dann auch später an einer 7- (Emmanuel Strubich Gedächtnisweg), die ich anders als in Toprope mit Sicherheit nicht bewältigt hätte, da ich an der Crux mehrere Versuche brauchte, um raufzukommen.

 Ich am Emmanuel Strubich Gedächtnisweg

In der Zwischenzeit sicherte Rikita Christina an der einzig anderen Route die wir noch kletterten, eine 5- (Nord-Riß), die sich auch im Vorstieg recht nett klettern ließ, auch wenn die Mitnahme zweier Bohrhaken der danebenliegenden Route die Seilführung etwas verquerte.

Alles in allem ein deutlich schöneres Erlebnis, als unser erster Versuch – selbst die Radelei gestaltete sich schon deutlich einfacher. Und wir freuen uns beide auf’s nächste Mal…

Leider fehlte mir Rikitas Geschicklichkeit, um neben Sichern auch noch gleichzeitig zu photographieren, so dass es nur einige Bilder von mir und eines von Stefan gibt – aber auch für die zu erstellende Topo-Seite haben wir etwas Material gesammelt.

Hildesheim – DAV Kletteranlage

Donnerstag, März 6th, 2008

Ein eher nicht so überragender Abend in der DAV Kletteranlage – es ging mir den ganzen Tag nicht so besonders, und an der Wand fühlte ich mich dann auch nicht besser.  Immerhin gelangen mir alle Züge an einer 7-/7, die ich beim letzten Mal schon kurz angetestet hatte, und nach einem Anlauf dann auch ein Zug mehr an der 8, an der ich dort arbeite.

Rikita hatte einen ähnlichen Verlauf und schaffte den Vorstieg an der Überhangroute, den sie sich eigentlich vorgenommen hatte nicht, aber statt dessen eine weitere ähnliche bewertete Route in Toprope im ersten Anlauf.

Berlin – T-Hall

Samstag, März 1st, 2008

Stürmisches und regnerisches Wetter in Berlin, also verbrachten wir den Nachmittag in der T-Hall.

Rikita war heute wirklich mit sich zufrieden, zumal sie einige 5 und sogar eine 6- Routen, an denen sie schon länger arbeitet, sehr gut bewältigte. Ich habe mich dann wieder an meine 8+ begeben, an der ich diesmal so in etwa 2/3 bewältigte, bis dann die Fingerkraft und Konzentration nachließ, zumal die meisten Griffe wirklich winzig waren und langes Hängen daran, um die nächsten Bewegungen auszubouldern Ewigkeiten brauchte. Trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass ich sie bald im Sack habe. Ansonsten gelang mir eine 7+ mit einem schwierigem technischen Zug am Anfang nach einigen Ansätzen nach einer Zigarettenpause dann flüssig.

Im übrigen trafen wir ein nettes Anfängerpärchen, um das wir uns ein wenig kümmerten, da es ihr erstes Mal war, und sie nicht sichern konnte und er auch erst zum zweiten Mal nach einem Anfängerkurs kletterte. Sie kletterte allerdings für eine Anfängerin verblüffend gut.

Alles in allem ein netter Nachmittag, wo wir alle mit uns und der Welt sehr zufrieden waren. Ich spüre doch schon, dass ich mich wieder recht schnell entwickele, und auch Rikita, die doch teilweise über ihre scheinbare Stagnation manchmal etwas frustriet war, merkt nun, dass es eben doch deutlich voran geht.